Kinder im Frauenhaus


Ein Frauenhaus ist nicht nur ein Schutzraum für die Frauen, sondern immer auch für Kinder!

Gewalt gegen Frauen trifft immer auch das Kind!

Auch die Kinder erleben die Gewalt zu Hause mit - zum Teil direkt als Opfer von Gewalt, zum Teil als Zeugen der häuslichen Gewalt gegen die Mutter. Für Kinder ist es wichtig zu wissen, dass sie keine Schuld haben, wenn der Vater die Kontrolle verliert. Durch die direkt oder indirekt erlebte Gewalt wurden die Kinder in ihrem Sicherheits- und Schutzempfinden grundlegend erschüttert. Sie können sich von der im Elternhaus erlebten Gewalt nicht distanzieren.

Darum nimmt die Arbeit mit den Kindern im Frauenhaus einen großen Stellenwert ein. Die Erfahrungen wirken sich häufig negativ auf die Entwicklung der Kinder aus. Gleich welche Erlebnisse die Kinder gemacht haben, jedes Kind versucht auf andere Weise damit umzugehen, und diese zu verarbeiten.

Deswegen wird im Frauenhaus mit den Kindern auf ganz individuelle Weise gearbeitet, um ihnen die Möglichkeit zu geben, die Verluste und Erlebnisse zu verarbeiten und in ihr Lebensbild einordnen zu können. Die Kinder müssen – unabhängig von ihren Müttern und Geschwistern - in ihrer eigenen Lebensrealität wahrgenommen und vor allem ernst genommen werden. Im Frauenhaus geschieht dies durch vielfältige Methoden, wie die regelmäßig stattfindende Kindergruppe oder auch durch Einzelkontakte mit den Kindern.

Die Arbeit mit den Kindern ist immer auch Arbeit mit den Müttern. In Gesprächen werden erziehungsrelevante Fragen und Schwierigkeiten thematisiert. Individuelle Erziehungshilfen werden erarbeitet, um Mutter und Kind einen guten Neuanfang zu ermöglichen. Im Fokus steht dabei auch das Recht der Kinder auf gute Lern- und Entwicklungschancen.

Wir nehmen im Frauenhaus Mädchen bis 17 Jahren mit ihren Müttern auf, Jungen bis 13 Jahre. Sollten sie ältere Söhne haben, suchen wir nach einer für alle guten Möglichkeit – sprechen sie uns darauf an.